Die Flüchtlinge und die Team Österreich Tafel

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Die Flüchtlinge und die Team Österreich Tafel

Beitrag von Mela am Sa Nov 28, 2015 3:36 pm

Persönlicher Erfahrungsbericht von Ilse Windisch:


Jeden Samstag werden für die Flüchtlinge in Orth Fahrtmöglichkeiten zur Tafel in Groß Enzersdorf gesucht. Der Postbus kostet pro Person hin und retour € 8,80 und das ist auf Dauer kostspielig. Bei der Tafel erhalten bedürftige Menschen gratis Lebensmittel für Ihren täglichen Bedarf.
Ich habe mich bereit erklärt, fallweise samstags zur Tafel zu fahren. In Orth nehme ich Mutter und Tochter einer syrischen Familie mit und in Matzneusiedl einen Vater mit seinem 5jährigen Sohn.
Um 18 Uhr kommen wir zur ehemaligen Kaserne in Gross-Enzersdorf und dahinter befindet sich das Kesselhaus, wo das Rote Kreuz die Sammelstelle mit den Lebensmitteln hat.
Beim ersten Mal werden wir registriert und erhalten eine Berechtigungskarte mit der Anzahl der Familienmitglieder. Dann heißt es warten. Jeder Berechtigte - natürlich auch Österreicher – zieht eine Nummer. Nach der Reihenfolge dieser Nummern darf jeder „einkaufen“.
Die Mitglieder der Tafel Österreich haben von den Supermärkten, Bäckereien und anderen Geschäften viele Lebensmittel erhalten und eingesammelt, diese werden nun verteilt.
Einzeln dürfen die Menschen in den „Verkaufsraum“. Es gibt Obst und Gemüse, Brot in allen Arten, Käse, Milch, Joghurt, Wurst, einzelne Süßigkeiten, fast alles was eine Familie an Lebensmittel braucht.
Jeder Berechtigte hat eine oder zwei große Taschen mit, wo das „Gekaufte“ verstaut wird. Ein syrischer Flüchtling war glücklich darüber „syrisches“ Fladenbrot ergattert zu haben und der fünfjährige Sohn freute sich über Süßigkeiten. Mit frohem und dankbarem Lächeln gehen Österreicher und Flüchtlinge nach Hause und haben für sich und die Familie für eine Woche die notwendigsten Lebensmittel.
Anschließend habe ich beide Familien nach Hause gebracht und "musste" bei einer der Familien Tee trinken, denn das gehört zur syrischen Gastfreundschaft.
Einmal im Monat findet im Pfarrheim in Groß Enzersdorf ein Pfarrcafé für die Flüchtlinge statt. Sie treffen dort Menschen, die in den anderen Gemeinden untergebracht sind, zum Plaudern und zum Informationsaustausch.
Wären auch Sie bereit, manchmal als "Taxi" zur Verfügung zu stehen? Die Gruppe gemeinsaminorth würde sich sehr darüber freuen!

Ilse Windisch

Mela
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